Stories out of the box

Jede Weinkiste, aus der wir unsere Möbel fertigen, ist ein Unikat und erzählt ihre ganz eigene Geschichte. Dies hat uns zu einer Serie mit kleinen - nicht immer ganz ernst gemeinten - Geschichten inspiriert. Viel Spass beim Lesen. Und wer die Bilder noch detaillierter sehen will, klickt einfach drauf.

Weinkistengeschichte #1

Wie wir aus der Netflix Serie «The Queen's Gambit» wissen, kann Schach recht sexy sein. Zudem wissen wir, dass die junge Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy (was für ein Name) mit dem König gut umzugehen weiss. Doch wir fragen uns: Wie kommt man zu vier schwarzen Damen? Schachtechnisch ergäbe das ungeahnte Möglichkeiten.

 

Weinkistengeschichte #2

Eigentlich wollte Christoph am diesjährigen Americas Cup teilnehmen. Als er die halbe Welt umsegelt und rechtzeitig im Hafen von Aukland eingetroffen war, musste er aber feststellen, dass das Regelwerk erneut geändert wurde und jetzt nur noch Einmäster zugelassen waren.

 

Weinkistengeschichte #3

Das Direktionsbüro war, wie es sich gehört, im Turm unterhalb der Glaskuppel situiert. Herr Laroque war sich bewusst, dass seine Fabrik den Produktionsstandards nicht mehr genügte. Nach langem Ringen, entschied er sich, die Fabrik in wohnliche Büros umzubauen. Geboren war das erste "Home Office". Leider war er 1855 mit seiner Idee jedoch der Zeit etwas gar weit voraus.

 

Weinkistengeschichte #4

Wer hätte damals, im Jahre 1810, gedacht, dass das Château Pedesclaux über 200 Jahre später zu einer zweifelhaften Ehre kommen wird. Mit der Ersteigerung einer Flasche Pedesclaux des  Jahrhundertjahrgangs 1961 importierte Herr Li aus Wuhan nicht nur einen edlen Tropfen. Wer das Wappen genau betrachtet, stellt mit Schrecken fest, dass der Ursprung von Corona nicht etwa in Wuhan, sondern mitten im Bordelais war.

Weinkistengeschichte #5

Als Donald Trump am 20. Januar 2021 das weisse Haus verlassen musste, rief ihn Monsieur Guestier vom Château Batailley an. Sein Haus sehe dem seinen sehr ähnlich und er könne gerne, bis er eine neue Bleibe gefunden habe, bei ihm hausen. Nebenbei bemerkt, gebe es in ihrem "West Wing" ab und zu auch stürmische Feste.

Weinkistengeschichte #6

Der Himmel verdüsterte sich, der Wind wurde immer stärker und brachte Regen übers Land. Der Kronleuchter über der immer ruhiger werdenden Tischrunde begann zu zittern... Doch bevor die Geschichte so richtig Fahrt aufnimmt, sei noch gesagt, dass auf dem Tisch ein Phélan-Ségur mit Jahrgang 1884 stand. Was die Tischrunde aber nicht wusste: Er hatte Zapfen.

 

Weinkistengeschichte #7

Als Noah sich in seine Kiste setzte, merkte er bald, dass es gar keinen Platz für weitere Tiere gab... So begnügte er sich mit einer Flasche «Château d'Arche» und fuhr,  begleitet von einer Friedenstaube,  einfach los.

Weinkistengeschichte #8

In diesem Schulhaus ging es heiter zu und her. Frau Lehrerin und Herr Meier verstanden sich blendend. Bis Frau Meier dahinter kam... Aber eigentlich ist das Schulhaus ja ein Château. Und erst noch ein sehr bedeutendes. Le grand Château Margaux.

 

Weinkistengeschichte #9

Wer jetzt denkt, dass diese Geschichte von einer französischen  Triathletin handelt, liegt falsch. Hier geht es um ein kieshaltiges Hochplateau im Bordeaux-Gebiet, das diesen Namen trägt und 1720 vom Schotten Georges Smith erworben wurde. Deshalb heisst sein edler Wein «Château Smith Haut Lafitte».

Weinkistengeschichte #10

Im Jahr 1833 gründete ein gewisser Marcus Samuel im Londoner Eastend ein Kuriositätengeschäft, das sich auf den Handel von dekorativen Muscheln spezialisierte. Seine zwei Söhne führten das Geschäft weiter und bauten es zum Transportunternehmen für Kerosin aus. 1890 entschieden sie, Tankschiffe zum Transport von Öl zu bauen und den Firmennamen in The Shell Transport and Trading Company umzubenennen. Die Muschel wurde zum heute weltweit bekannten Firmenlogo.  Es ist doch ziemlich erstaunlich, was alles aus einer Leidenschaft für Muscheln entstehen kann. Und wie die Muschel zum Château La Croix kam, ist dann wieder eine ganz andere Geschichte.

Weinkistengeschichte #11

Die 12-Zimmer Villa ist schon sehr lange auf Homegate ausgeschrieben. Der Preis mit 1.5 Millionen eigentlich moderat. Zugegeben, einen kleinen Haken gibt es. Die aktuelle Besitzerin kann den Plan mit der genauen Vorortung der Tretminen einfach nicht mehr finden.

 

Weinkistengeschichte #12

«Regis Semper Amici», was soviel heisst, wie «Freunde für immer». Es fragt sich nur, warum sich diese zwei Löwen so vehement voneinander abwenden. Latein ist auch nicht mehr, was es mal war. Oder auf Lateinisch: «Latine non autem usus est id quod est».

 

Weinkistengeschichte #13

Der Vikinger Classé Halström segelte mit seinen Mannen gegen Süden. Sein klarer Auftrag: winterharte Reben für den hohen Norden aufzuspüren. Dieses Motto hat er sich aufs Segel geschrieben. Nach vielen Monden kam er bei "Le Verdon-sur-Mer" vorbei und nahm eine scharfe Linksbiegung, bis er an der Küste vor dem Château Beychevelle ankerte und mit Wiki und Faxe das Schloss eroberte.

Weinkistengeschichte #14

Auf den ersten Blick ist alles schön ruhig hier. Es ist die klassische Geschichte: Links im Treibhaus treibt sich der Gärtner, der bekanntlich der Mörder ist, umher. Die Frage ist; bemerkt es Monsieur «Le Gay», bevor er mit einer Rebschere angegriffen wird.

Weinkistengeschichte #15

Die Französischlehrerin hatte bei Max schon lange die Hoffnung aufgegeben. Aber seine Übersetzung von «Die Rose» brachte sie auf die Palme. Für alle anderen sei bemerkt; LAROZE ist ein Château im Saint-Emilion, welches 1882 von der Familie Gurchy gegründet wurde. Und Max sehr wohl bekannt war.

 

Weinkistengeschichte #16

Als Ernő Rubik das Château Pédesclaux sah, wusste er sofort, dass bei der Renovation ein architektonischer Wurf von Nöten ist. An der ersten Sitzung mit dem Besitzer, erklärte er, dass die kubische Form des Gebäude prädestiniert sei, um darin würfelartige Elemente einzubauen. Gesagt, getan. Der Rest ist Geschichte. Genauso, wie sein Rubik-Cube, den er 1974 erfand und sich weltweit millionenfach verkaufte. Es sei erwähnt, dass wir uns bei der Namensentwicklung von  grandcube nicht von oben erwähntem Würfel inspirieren liessen, sondern von den grand crus aus dem Bordeaux. Es sei aber auch erwähnt, dass Ernő Rubik wirklich Architekt war, die Geschichte aber trotzdem frei erfunden ist.

Weinkistengeschichte #17

Das Band, welches das Wappen umgibt, sagt bereits, worum es hier geht: «Lilien allein beherrschen den Mond, die Wellen, die Festung und den Löwen». Man muss wissen, dass  Lilien das Symbol des Königs sind. Ergo: Nur der König beherrscht die Welt. Vor allem im Château Bourgneuf im Pomerol.

Weinkistengeschichte #18

Na ja, sagte sich Berthold, gekrönt ist schon ok. Aber warum sich mit einer einzigen Krone zufrieden geben. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Übertreibung.

Weinkistengeschichte #19

Nach tagelangem Marsch mitten durch die Wüste war Nicolas müde, durstig und kaum mehr ansprechbar. Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel. Da tauchte, wie aus dem Nichts, mitten in der endlosen Weite eine Burg vor seinen Augen auf. Wie sich leider herausstellen sollte, war es nur das Salzlager von Fleur de Sales.

 

Weinkistengeschichte #20

Seit geraumer Zeit wissen aufgeschlossene Konsumenten, dass es zum guten Ton gehört, nur "Dolphin Friendly" Ware zu servieren. Mais bon, das scheint la famille Guiraud von demselbigen Château nicht zu kümmern. Erstaunlich, was ein Delphin auf einer Weinkiste zu suchen hat. Gilt er doch gemeinhin nicht als Gericht an grossen Festtafeln.

Weinkistengeschichte #21

«Ei der Daus, wie sieht der denn aus?», fragte sich die Vogelscheuche am Wegesrand. Am Gewand an muss es wohl ein Hirte Gottes  sein. Doch das Gepäck auf seinen Schultern spricht eher für den Hauptdarsteller aus «Silence of the Lambs»...

Weinkistengeschichte #22

Dieses Mal geht es mehr um ein Bilderrätsel als um eine Geschichte. Die richtig schwierige Frage wäre, wie viele Blätter dieser Baum hat. Wir machen es etwas einfacher und wollen nur wissen, wie viele Vögel sich in diesen Blättern tummeln.

Weinkistengeschichte #23

Langsam fuhr Louis die kurvenreiche Strasse entlang. Es war fast Mitternacht, als er auf den Kiesplatz einbog, und im Scheinwerferlicht seines Ferraris das Anwesen von Madame Talbot erstrahlte. Nichts deutete darauf hin, dass im Keller seit neuestem ein kleines, aber feines Tonstudio eingerichtet war. Und die Töpferarbeiten von Madame verkauften sich prächtig.

Weinkistengeschichte #24

Der Greif ist ein in vielen altorientalischen Kulturen bekanntes Fabelwesen mit dem Leib eines Löwen und dem Kopf eines Raubvogels. Gerade in der Romantik kommen sie oft als Wächtertiere vor. Hier auf dem Château des Baron de Longueville ging es wieder einmal hoch her, als die zwei Greiffe Max und Moritz sich um das Familienwappen stritten. Auf bwin.com werden Wetten entgegengenommen, wer den Kampf gewinnt.

Weinkistengeschichte #25

Bertrand de Got erbte ein prächtiges Weingut, entschloss sich jedoch für eine Karriere bei der Kirche. Er wurde Bischof, später in Rom Kurienkardinal und letztendlich zum Papst Klemens gekührt. Seit 1305 trägt deshalb das Gut seinen Namen: Château Pape Clement. Und weil diese Geschichte zu gut ist, um erfunden worden zu sein, ist sie eben wahr.

 

Weinkistengeschichte #26

Man weiss ja, dass sich hinter Vorhängen lustige Sachen machen lassen. Und man weiss auch, dass Franzosen auf Extravaganz stehen. Aber der Compte von Neipperg übertreibt es gerade ein bisschen und geistert auf seinem Schloss mit einer wundersamen Kopfbedeckung umher. Die Erklärung liegt wieder einmal im Latein: virtus sudore paratur. Was soviel heisst, wie "Die Tugend wird durch Schweiß errungen". Oder eben mit einer viel zu warmen Kopfbedeckung.

Weinkistengeschichte #27

Für alle Germanisten: Das hat nichts mit einer miesen Flasche zu tun, sondern heisst einfach «abgefüllt». Und meint die Flasche, nicht den Trinker.

Weinkistengeschichte #28

Lange musste Franz von Schleitheim die drei Reisschalen balancieren, bis er sie auf der Spitze der Kirche von Agon angebracht hatte. Vor allem, weil sie randvoll mit Weihwasser waren und er keinen Tropfen verschütten durfte.

Weinkistengeschichte #29

Die Lilie findet sich auf vielen Wappen, denn sie ist das Symbol der französischen Monarchie. Der Legende nach verliefen sich drei Abgesandte des Königs in den dunkeln Wädern von Fontainebleau. Nur dank dem Schein der Mondsichel fanden sie den Weg über die Brücke zurück zum Schloss. Oder ist das nur ein lachendes Gesicht?

Weinkistengeschichte #30

Die zwei Bäume auf dem Wappen des Château Pavie Macquin sind mächtig und stark. Doch der Strick darunter vermag nichts Gutes zu bedeuten. Wobei: Ein letzter Schluck in Ehren, mag niemand zu verwehren...

Weinkistengeschichte #31

Die Burgdame Gloria hatte eine Affäre mit Julien. Und der wohnte natürlich genau im gegenüberliegenden Turm, was die Sache sehr viel komplizierter machte. Denn Glorias Vater Jean Jacques de Reblochon durfte nichts davon erfahren. Und so musste Gloria allabendlich im Nachthemd über das Dach balancieren, um unbemerkt ins gewünschte  Türmchen zu gelangen. Julien war übrigens der Hufschmied und hatte auch noch eine Affäre mit Glorias  Mutter Josephine. Aber davon wusste niemand etwas. Nicht einmal Julien...

Weinkistengeschichte #32

Das Wappen mit der heiligen Dreifaltigkeit: Hahn, Herz und Löwe unter der Obhut der Krone. Denn der Legende nach trug sich auf Château Pouget folgende Geschichte zu: Der  Hahn René hatte ein Auge auf Löwe Leonhard geworfen. Doch der Raubkatze war das Gefieder gar zuwider. Und so kam es, wie es kommen musste: Der Hahn musste daran glauben. Und der Löwe bewacht das royale Anwesen bis zum heutigen Tage.

Weinkistengeschichte #33

Der Anstieg war steil und beschwerlich. Doch da erblickte Françoise das Anwesen. Beruhigt stellte sie fest: «Endlich mal ein Schloss, wo es auch wirklich Reben hat und es voraussichtlich etwas anständiges gegen den Durst  gibt.»

 

Weinkistengeschichte #34

Im Jahr 1662 war einiges los. So führte  die Portugiesin Katharina von Braganza nach ihrer Heirat mit König Karl II. den Tee am englischen Hof ein und gilt damit als Begründerin der Britischen Teekultur. Man lerne: Auch Traditionen beginnen irgendwann einmal und sind oftmals  überraschenden Ursprungs. Im gleichen Jahr  wurde auch das  Château Meyney im Saint-Estèphe gegründet. Das Anwesen wurde ursprünglich als Kloster genutzt und die Reben von Mönchen gepflanzt. Die Geistlichen waren lukullischen Genüssen also ganz und gar nicht abgeneigt.

 

Weinkistengeschichte #35

Löwen, Drachen und Einhörner scheinen vor ein paar Jahrhunderten im Bordeaux-Gebiet heimisch geworden zu sein. Nur so lässt sich erklären, dass auf jedem Château ein paar solcher Tiere lebten und dort die Wappen der Schlossherren beschützten. Doch Löwe Leonhard nimmt die Sache nicht so ernst. Hat er doch vor dem Shooting eine Flasche "Cos D'Estournel" hinter die Mähne gekippt.